Niederlage gegen Laufenburg

Für den SVN gab es am vergangenen Wochenende nichts zu ernten. Die Zweite verlor ihr Auswärtsspiel gegen den VFB Waldshut II auf dem Waldshuter Kunstrasen, nach zuletzt starken Vorstellungen, deutlich mit 4:1. Und auch die Erste bekam von der Laufenburger Reserve eine Lehrstunde in Sachen Fußball geboten und muss sich ebenfalls mit 1:4 geschlagen geben.

Die Erste ist nach den tollen Spielen der letzten Wochen nun endgültig von der Realität eingeholt worden. Woche für Woche schrumpft der Kader. Die Wehwehchen und Ausfälle mehren sich und die Personaldecke dünnt sich zunehmend aus. Was sich zuletzt mehr und mehr im Training verdeutlichte, schlägt sich nun auch in der Praxis nieder. Gegen Laufenburg II musste Coach Krüger erneut den Baukasten herausholen und an der Aufstellung basteln. Um zumindest nach außen hin wettbewerbsfähig zu erscheinen ließ Krüger die Bank unter anderem mit verletzten Spielern auffüllen. Zudem holte er sich Hilfe bei Zweite-Coach Simon Boll.

Die Gäste aus Laufenburg zeigten von Beginn weg, dass ihre Ambitionen nicht mit der derzeitigen Tabellensituation übereinstimmen. Nachdem Laufenburgs Trainer Wasmer unter der Woche gehörig aufgeräumt hatte, bekam der SVN den ganzen angestauten Frust der Gäste zu spüren. Die Landesliga-Reserve spielte ihre personelle Klasse hervorragend aus und ließ den Ball gekonnt laufen. Insbesondere im Zentrum fanden die Nöggenschwieler keine Bindung an Ball und Gegner und liefen fortlaufend nur hinterher. Die Führung zum 0:1 durch Dokuzkardes nach 20 Minuten war entsprechend mehr als verdient. Danach wachte der SVN zumindest kurzzeitig auf und hielt besser dagegen. Benni Weiler jagte den Ball aus 25 Metern an die Latte. Die Gäste wurden in dieser Phase leicht nervös und der SVN nutzte dies sofort aus. Daniel Bächle sorgte nach einer halben Stunde für den Ausgleich. Im Gegensatz zu den letzten Wochen, bestrafte sich der SVN allerdings durch einen unnötigen Lapsus selbst. Einen Abpraller von Keeper Karthan wusste die Nöggenschwieler Verteidigung nicht entscheidend zu verarbeiten und Laufenburgs Weinert nutzte die gebotene Gelegenheit zur erneuten Führung für die Gäste. Nur zwei Minuten später war es erneut Dokuzkardes, der von der Strafraumgrenze per Volley auf 1:3 erhöhte.

Nach der Pause machten die Gäste weiter das Spiel und nutzen ihre Überzahl im Zentrum gekonnt aus um den SVN für sein teils zu behäbiges Umschaltspiel zu bestrafen. Dokuzkardes legte nach 55 Minuten auf Dittmar auf, der zum 4:1 vollendete. Auch in der Folge hatten die Gäste noch Möglichkeiten, den Spielstand zu erhöhen. Erst rund 10 Minuten vor dem Ende nahmen die Laufenburger etwas den Fuß vom Gaspedal und der SVN konnte sich Luft verschaffen. Daniel Bächle und Maxi Lais hatten Großchancen, um den Anschluss herzustellen, vergaben beide allerdings.

Dem SVN fehlt es gegen die Laufenburger Reserve an zu vielem, als dass ein glücklicher Moment das Ganze zu Gunsten der Nöggenschwieler hätte wenden können. Die Gäste spielten starken Fußball, waren beweglicher, zielstrebiger und hatten in den meisten Situationen Lösungen parat. Der SVN zeigte sich zu einseitig, versuchte immer wieder Bächle in der Spitze in Aktion zu setzen. Die Laufenburger hatten den Braten schnell gerochen und hatten sich auf die Spielweise eingestellt. Auf den Außenbahnen und im Zentrum fehlte beim SVN allerdings die Durchschlagskraft, um spielerisch zum Erfolg zu kommen.

Nächste Woche ist der SVN zu Gast beim Nachbarn aus Waldhaus. Das Derby verspricht eine heiße Angelegenheit zu werden, zumal die Waldhauser mit dem Rücken zur Wand stehen. Der SVN wird wieder mit den Personalengpässen zu kämpfen haben. Zu den bereits Fehlenden gesellt sich eine länger werdende Liste von Angeschlagenen, darunter auch Weiler und Karthan, deren Einsatz noch fraglich ist. Für den SVN geht es neben den Punkten natürlich auch um viel mehr, will man doch das Derby nach langer Zeit endlich mal wieder für sich entscheiden.

Aufstellung, Tore, Auswechslungen

(Bild: Quelle Südkurier)